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Das Elbsandsteingebirge
Als Elbsandsteingebirge oder Sächsische Schweiz bezeichnet man ein kleines Gebirge im Südosten Deutschlands, an der Grenze zu Tschechien im Freistaat Sachsen. Geographisch setzt sich dieses Gebirge auch auf der anderen Seite der Grenze in Böhmen fort, so daß auch von der "Sächsisch – Böhmischen Schweiz" gesprochen wird.
Der Name Elbsandsteingebirge enthält zwei Komponenten: Elbe und Sandstein. Der Fluß Elbe, im Riesengebirge entspringend, erreicht hier, von Tschechien kommend, deutsches Gebiet und wird damit zum Namensgeber. Und Sandstein, weil dieses Gestein das Baumaterial für die Schluchten, Tafelberge und Felsnadeln des zerklüfteten Gebietes liefert. Etwas vereinfacht betrachtet, ist dieses Gebirge aus einer großen Sandsteinplatte entstanden, welche im Meer der Kreidezeit vor ca. 100 Millionen Jahren hier abgelagert wurde. Das Meer senkte sich wieder und ließ dieses Baumaterial zurück, in welches Flüsse und Bäche eine phantastische Erosionslandschaft frästen. Das Gebirge ist nicht durch die Höhe seiner Gipfel interessant (Deciner Schneeberg 726 m, Großer Zschirnstein 562 m, Großer Winterberg 552 m), sondern durch die Mannigfaltigkeit der Landschaftsbilder: Felswände, freistehende Felsnadeln, Schluchten und Flußläufe, Ebenheiten und Tafelberge. Der zweite Name, Sächsische Schweiz, wurde dem Gebirge von Schweizer Malern gegeben, welche im 18. Jahrhundert die Gegend mit ihren Skizzenbüchern bereisten und sich dabei an ihre Heimat erinnert fühlten. Sie prägten die Bezeichnung der "Schweiz in Sachsen", welche sich schon bald als "Sächsische Schweiz" in der Reiseliteratur einbürgerte. In dieser Zeit lagen die Anfänge des Tourismus. Seit Herbst 1990 haben zwei Gebiete rechts der Elbe den Status eines Nationalparkes. Schon zu Zeiten der DDR war die Sächsische Schweiz als Landschaftsschutzgebiet geschützt. Es ist eine schwierige Aufgabe, den Schutz der Natur mit der seit altersher in vielfältiger Art und Weise erfolgenden wirtschaftlichen Nutzung des Gebietes, die Interessen der unterschiedlichen Nutzer, in Übereinstimmung zu bringen.
Im Elbsandsteingebirge wurde schon vor über 100 Jahren begonnen, Bergsteigen nach sportlichen Regeln zu betreiben. Damit liegt hier eine der wesentlichen Wurzeln für den heutigen, weltweiten Bergsport, speziell das Freiklettern. Dafür bietet das Gebirge mit über 1000 freistehenden Gipfeln und Felsnadeln und an die 10000 gut dokumentierten Kletterwegen beste Voraussetzungen. Aber auch für den Wanderer bestehen ideale Möglichkeiten. Das Gebiet ist verkehrsmäßig sehr gut erschlossen. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es mit unterschiedlicher Ausstattung, vom Campingplatz bis zum Luxushotel, und für jeden Geldbeutel. Schlösser, Burgen, die Festung Königstein und die Nähe zu Dresden mit seinen Kunstsammlungen bieten darüber hinaus viele kulturelle Höhepunkte.
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